Patienten wünschen Infos zur Gesundheitsreform vom Arzt
Ob Gesundheitsfonds, Hausarztmodelle oder Wahltarife - bei vielen gesundheitspolitischen Reformen hätten die Bundesbürger keinen Durchblick, worum es eigentlich geht, berichtete die Ärzte-Zeitung vor kurzem. 45 Prozent von mehr als 2000 befragten gesetzlich und privat Krankenversicherten fühlten sich laut KBV-Umfrage über gesundheitspolitische Veränderungen nicht ausreichend informiert. Besonders groß sind ihre Wissenslücken bei den Themen Gesundheitsfonds und Hausarztmodelle:
22 Prozent der Befragten könnten auch ein halbes Jahr nach Einführung des Gesundheitsfonds so gut wie nichts mit dem neu geschaffenen Finanzpool innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anfangen. Für 29 Prozent der Bundesbürger stellten Hausarztmodelle ein Buch mit sieben Siegeln dar. Vor allem jüngere Menschen berichteten laut Umfrage von Wissenslücken.
Gefragt wurden die Krankenversicherten auch danach, von wem sie über Neuerungen im Gesundheitswesen informiert werden möchten. 64 Prozent der Befragten nannten die Krankenkassen, 45 Prozent würden am liebsten einen "Arzt des Vertrauens" zu Rate ziehen.
Das Ergebnis wurde bei der Vorstellung der Umfrage in Berlin einerseits als Beweis für das sehr enge Vertrauensverhältnis vieler Patienten zu ihrem Arzt gewertet. Andererseits werde der Arzt aber auch immer mehr in die Rolle des "Gesundheitsmanagers" hineingedrängt, der seinen Patienten neben Fragen zu Diagnostik und Therapie auch Vor- und Nachteile der verschiedenen Leistungsangebote der Krankenkassen erklären solle - eine Aufgabe, für die im Allgemeinen die Zeit fehlen dürfte. Auf jeden Fall müssten die Ärzte besser über neue Leistungen und Wahltarife von den Krankenkassen informiert werden. Gerade hier sei mehr Transparenz nötig.
Im Patienteninformationssystem e|pat|in® ist im Modul Gesundheitspolitik einiges zum Gesundheitsfonds, über Hausarztmodelle oder Wahltarife zu finden - gut verständlich erklärt und zum Nachlesen jederzeit verfügbar. Ein Hinweis vom Arzt auf die eigene Website genügt ...
Autorin und inhaltlich verantwortlich für diesen Beitrag:
Redaktion New MedMarketing, New DentMarketing












